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Die meisten Beiträge von www.wanderforschung.de gründen sich auf empirische Studien zu den verschiedensten Einzelthemen. Auf der vorliegenden Seite geht es dagegen speziell um "Querschnittsstudien", die auf der Basis einer mehr oder weniger hohen Zahl von Befragten überblicksartig ein breites Themenspektrum abdecken.

Als Pioniere in diesem Feld haben sich die "Profilstudien Wandern" hervorgetan, die sich nicht mit einer einmaligen Situationsanalyse zufriedengeben, sondern seit 1998 die Entwicklung der Wanderszene auf der Basis von Vorort-Befragungen aktiver Wanderer in einschlägigen deutschen Wanderregionen und darüber hinaus begleiten und dokumentieren. Auf den folgenden Seiten finden sich Kurzfassungen für den eiligen Leser und die eigentlichen Studien als komplette Langfassungen mit vielen hochinteressanten Zusatzkapiteln und -details.

Rund ein Jahrzehnt später erschienen die ersten Nachfolgestudien auf dem Markt. Ihre Notwendigkeit wurde zum Teil damit begründet, neben breit angelegten Erhebungen unter Wanderern auch über bevölkerungsrepräsentative Daten zu verfügen. Das klingt lobenswert, birgt aber ungeahnt gravierende Probleme, so dass man derlei Daten keineswegs per se eine höhere Relevanz zuschreiben kann. Warum das so ist, ist unter "Querschnittsstudien" nachzulesen.

Oft genug wird übersehen, dass beide Arten von statistischen Erhebungen nicht ohne weiteres miteinander vergleichbar sind. Sie gründen auf verschiedenen Stichproben, die man grob als wandererproportional (Bevölkerungserhebung) und wanderungsproportional (Vorort-Erhebung) unterscheiden könnte. Touristikern ist eine ähnliche Differenz im Vergleich von Gäste- und Übernachtungsstatistik geläufig, wobei ihnen letztere - auf dem Wandergebiet entspräche ihr in etwa die Vorort-Statistik - meist die wichtigere ist. Die folgende methodischen Überlegungen gehen der ebenso relevanten wie diffizilen Problematik anhand der Unterscheidung von Nutzer- und Nutzungsstatistiken auf den Grund.


Wenn in diesem Zusammenhang von unterschiedlichen Formen der Repräsentativität auf der Basis unterschiedlicher Grundgesamtheiten die Rede ist, wird man stets in Rechnung stellen müssen, dass es eine lupenreine Repräsentativität auf Grund von kaum lösbarer Verfahrensprobleme sowohl bei der einen wie bei der anderen Erhebungs-Variante kaum geben dürfte.

Kontakt: Redaktion wanderforschung.de