Wandern aus wissenschaftlicher Sicht
Erstmals in der Geschichte des Wanderns hat sich Anfang der 90er Jahre eine Forscherinitiative an der Universität Marburg wissenschaftlich mit der meistausgeübtesten Outdoor-Aktivität der Deutschen zu beschäftigen begonnen. Seither ist eine Fülle vorzugsweise empirischer Studien zu den unterschiedlichsten Aspekten des Wanderns entstanden. Sie bilden das Startkapital des Portals wanderforschung.de, das seit dem Herbst 2008 für alle und mit Hilfe derer, die an einer engagierten Auseinandersetzung mit dem Thema Interesse haben, fundiertes Fachwissen, kritische Analysen und gelegentlich auch engagierte Stellungnahmen bereitstellt.Forschung für die Praxis
Um zu zuverlässigen Aussagen zu kommen, ist die Orientierung an wissenschaftlichen Standards unerlässlich. In erster Linie kommen statistische Verfahren und Methoden zum Einsatz, die am ehesten der Soziologie zuzuordnen sind. Sie stehen aber in der Regel nicht im Mittelpunkt der Beiträge. Vielmehr geht es vorrangig um praxisrelevante Fragen - dies mit Blick auf jene Wanderermehrheit, die sich nicht über Vereine, Zeitschriften oder Websites artikuliert, sondern lediglich mit den Füßen abstimmen kann. Folgerichtig verfügen auch die Autoren der Beiträge durchweg über einschlägige Wandererfahrungen.Wissenschaftliche Unabhängigkeit
Auch wenn viele der vorgestellten Studien auf der Basis Hunderter oder gar Tausender von Befragten erstellt wurden, sind sie in der Regel mit vergleichsweise geringen Mitteln ausgekommen. Diese wurden großenteils über das Deutsche Wanderinstitut e.V. bereitgestellt und stammen aus den Beiträgen seiner Mitglieder und Förderer. Das sichert ihre wissenschaftliche Unabhängigkeit insbesondere auch von Industrie- und Verbandsinteressen.Kontakt: Redaktion wanderforschung.de